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Im Test: Leica D-Lux 4

20090717_leica_dlux4_1Vor ein paar Tagen konnte ich die Leica D-Lux 4 testen. Die D-Lux 4 ist das baugleiche Gegenstück zu der Panasonic Lumix LX3, kostet aber um die 200 Euro mehr. Vorweg stellt sich die Frage ob der “Mehrpreis” gerechtfertigt ist; eine schwierige Frage, die man wohl nur für sich selber beantworten kann.

Für Zoom-Fetischisten ist diese Kamera nicht geeignet, denn Leica geht mit der D-Lux 4 einen Schritt zurück (nach meiner Meinung nach in die richtige Richtung). Die Kamera bietet “nur” einen optischen Zoom von 24-60 mm, aber das gemessen am Kleinbild-Format (35mm). Getreu dem Motto: “Ausser Lichtstärke gibt es nur noch mehr Lichtstärke”, erhält man ein “durchgängiges” 2.0 – 2.8 Objektiv, das laut Leica die so genannte “Available Light Fotografie” zum Kinderspiel werden lässt. Nach meinem Test (Hochzeit-Kirche-No Flash!), kann ich das leider nicht bestätigen. Available Light steht immer im Zusammenhang mit der ISO-Zahl und leider leider fängt die D-Lux 4 ab ISO 400 an zu Rauschen …

20090717_leica_dlux4_2Alle technischen Details zu besprechen würde den Rahmen sprengen, aber eine sehr positive Eigenschaft muss ich erwähnen: Die D-Lux (natürlich auch die Lumix LX3) verfügt über 2 programmierbare Einstellungen am Wahlrad. Diese können individuell belegt werden, was besonders von Vorteil für Fotografen ist (so wie ich), die gerne zwischen normaler und B/W-Fotografie wechseln wollen. Siehe das Bild rechts, die Tasten sind gekennzeichnet als C1 und C2.

Zum Schluß hier ein paar Fotos aus meinem Flickr-Stream, Aufnahmemodus JPEG mit der Einstellung B/W Film Dynamisch und unbearbeitet. Das Ergebnis ist meiner Meinung nach sehr gut.

Ein weiterer großer Vorteil ist die Möglichkeit der RAW-Aufnahme, aber leider ist das Format derzeit noch nicht in Apple Aperture zu verarbeiten. Man kann nur hoffen, das dieses Manko bald behoben wird. Dafür liegt der Kamera Capture One 4 als Rohdaten-Konverter bei.

Müsste ich die Leica D-Lux 4 bewerten, würde ich Ihr 7,5/10 Punkte geben, aber … Hey, der rote Punkt ist einfach sexy …

[UPDATE 28.07.2009: Meinen Erfahrungsbericht von einer Hochzeit mit der Leica lest Ihr hier.]

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1 Feedback zu “Im Test: Leica D-Lux 4”

  1. refugee sagt:

    Schade, daß dieses kleine Schätzchen auch schon ab ISO 400 rauscht wie die meisten Kompaktknipsen. Aber wenn ich so den Quantensprung sehe, den z.B. Canon mit der 5D Mk II beim Rauschverhalten (ok, ist auch ein Vollformat-Chip) gemacht hat, habe ich doch die Hoffnung auch bald bei den daumennagelgroßen Chips der Kompaktknipsen eine deutliche Verbesserung zu sehen.

    Ansonsten fand ich die Kamera doch sehr nett. Ich konnte sie ja selbst einmal kurz in die Hand nehmen und damit rumspielen. Und das schlichte Schwarz mit dem roten Leica-Punkt ist sicherlich sehr sexy. Auch die schicke Tasche im braunen Retrolook läßt auf den ersten Blick vermuten, daß man da eine analog Leica mit sich herumträgt.

    Leica ist schon eine Klasse für sich, die sich leider auch im Preis niederschlägt.

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