Steadicam Pilot
In der Welt des Videos gibt es Träume, denn man hat ja immer den Wunsch sich zu verbessern. Aber für ein technisches Hilfsmittel knapp 5.000 Dollar ausgeben? Lohnt sich das?
Über was sprechen wir? Über die neue Lösung aus dem Hause Steadicam: Pilot. Ihr kennt die tyischen Hollywood Szenen wo im Laufen oder Gehen Aufnahmen gedreht werden. Wie schaffen die das bloß, das man einen seichte Bewegung sieht und nicht ein dauerhaftes Gewackel? Jeder der selber eine Kamera in der Hand hatte und das ausprobiert hat, weiß wovon ich rede …
Die Lösung heißt schlicht und einfach: Steadicam. Seit der Einführung der Steadicam Technologie im Jahre 1976 hat diese Methode die Filmszene revolutioniert. Selten sieht man Filmcrews für “normale” Produktionen mit einer Steadicam auflaufen, was ohne Frage an dem Preis liegt, denn sind wir ehrlich, für 5.000 Dollar bekomme ich viele der besten HD-Cams auf dem Markt. Es gibt Produkte und Softwarelösungen die in die gleiche Richtung gehen. Bei Final Cut zum Beispiel nennt sich der Effekt SmoothCam und im Hardware-Sektor gibt es Lösungen um die 500 Euro – vergleichbar mit der Original Steadicam sind sie aber nicht (es sei denn Ihr überzeugt mich des Besseren).
Im Test: Leica D-Lux 4
Vor ein paar Tagen konnte ich die Leica D-Lux 4 testen. Die D-Lux 4 ist das baugleiche Gegenstück zu der Panasonic Lumix LX3, kostet aber um die 200 Euro mehr. Vorweg stellt sich die Frage ob der “Mehrpreis” gerechtfertigt ist; eine schwierige Frage, die man wohl nur für sich selber beantworten kann.
Für Zoom-Fetischisten ist diese Kamera nicht geeignet, denn Leica geht mit der D-Lux 4 einen Schritt zurück (nach meiner Meinung nach in die richtige Richtung). Die Kamera bietet “nur” einen optischen Zoom von 24-60 mm, aber das gemessen am Kleinbild-Format (35mm). Getreu dem Motto: “Ausser Lichtstärke gibt es nur noch mehr Lichtstärke”, erhält man ein “durchgängiges” 2.0 – 2.8 Objektiv, das laut Leica die so genannte “Available Light Fotografie” zum Kinderspiel werden lässt. Nach meinem Test (Hochzeit-Kirche-No Flash!), kann ich das leider nicht bestätigen. Available Light steht immer im Zusammenhang mit der ISO-Zahl und leider leider fängt die D-Lux 4 ab ISO 400 an zu Rauschen …
Alle technischen Details zu besprechen würde den Rahmen sprengen, aber eine sehr positive Eigenschaft muss ich erwähnen: Die D-Lux (natürlich auch die Lumix LX3) verfügt über 2 programmierbare Einstellungen am Wahlrad. Diese können individuell belegt werden, was besonders von Vorteil für Fotografen ist (so wie ich), die gerne zwischen normaler und B/W-Fotografie wechseln wollen. Siehe das Bild rechts, die Tasten sind gekennzeichnet als C1 und C2.
Blog: niche09
Zurück im heimischen Office. Hinter mir liegt ein Wochenende in München mit dem Besuch der niche09. Der Podpimp – aka Alexander Wunschel – lud ein und fast 150 Teilnehmer kamen zur niche09, der Nouveau Niche Media Konferenz, dem Podcamp 2009.
Start war bereits einen Tag vorher zum obligatorischen “Get Togehter”. Lokation Niederlassung. Viele Gesichter hatte man eine ganze Weile schon nicht mehr gesehen, einige neue sind dazu gekommen. Die Vorstellungsrunde half, sich einen Überblick zu verschaffen. Ein paar einleitende Worte von Alex Wunschel und kostenlose Speisen und Getränke sorgten für eine perfekte Einstimmung.
Der Samstag war vollgepackt mit 18 einstündige Workshops in 3 parallelen “Boxen” rund um das Thema “audiovisuelle, digitale Medien wie Podcasts, Web-Videos oder Vlogs/Video-Blogs”. Die genaue Übersicht findet man hier.
Auch ich habe eine Session gehalten zum Thema: “Konzeption, Vorbereitung und Planung von Video-Produktionen”. Mein Dank an Guido Schwan für das Mitschneiden des Vortrages. Das Video gibt es hier zu sehen.
Sehr imposant war das Gebäude des Hauptsponsors Süddeutsche Audio, das sozusagen von den Teilnehmern eingeweiht wurde.
Mehr Infos zu dem Event findet man auf der Homepage zur niche09. Biler findet man in der Flickr-Gruppe, Videos in dem Vimeo-Channel.
Mein Fazit: Sehr gelungenes Podcamp, wenn mir persönlich aber ein wenig zu “Audiolastig” …
next09
Zurück von der next09 in Hamburg. Die next ist eine jährliche Konferenz, veranstaltet von sinnerschrader. Lokation war dieses Jahr das Kulturzentrum Kampnagel.
Ich bin ehrlich, ich habe mich sehr gefreut dort gewesen zu sein, aber ich kann weder ein positives noch ein negatives Fazit ziehen. Abgesehen davon, das diese Veranstaltung ein großes Familientreffen ist, konnte ich keine neuen Erkenntnisse ziehen. Es ist wahrscheinlich das Manko des Early Adaptors, das er fast alle Themen schon kennt und halt nur sehr wenig neue Ansätze mit nach Hause nehmen kann.
Ein gutes Beispiel dafür waren die vielen fragenden Gesichter bei der Session von Nicole Simon mit dem Thema “Twitter in Unternehmen”. Nach Nicole´s Aussage ist Facebook der nächste Hype nach Twitter.
Das neue Web 2.0 Community Gadget Poken ist hier kein Thema, die Quote liegt etwa bei 1% der Teilnehmer. Dafür sorgte Renato Valdés Olmos von MyNameIsE.com mit seiner Keynote für Aufsehen. Man kann sehr gespannt sein auf den offiziellen Start des Unternehmen.
Sehr kontroverse Aussagen gab es am ersten Tag von Andrew Keen. Meiner Meinung nach waren diese sehr interessant, aber auch sehr diskussionswürdig. Einen kleinen Mittschnitt von seiner Keynote findet Ihr weiter unten.
Allein für die Aussagen von Andrew Keen hat sich der Weg zur next gelohnt. Man kann sich auf 2010 freuen. Meine Bilder findet man auf flickr.
Im Interview auf Fresh 2.0
“Der Lotse durch den Webdschungel” – so beschreibt sich das Portal Fresh 2.0 (freshzweinull.de). Für die Reihe “Ins Netz gegangen” wurde ich heute von Nicole Chemnitz interviewt. Die Frage “Seit wann nutzen Sie das Internet?” ist ja noch relativ einfach zu beantworten, aber bei der Frage “Was ist momentan Ihre Lieblingswebsite?” musste ich schon überlegen …
Das ganze Interview findet Ihr hier.
Hintergrund: Was/wer ist Fresh 2.0?
freshzweinull ist ein junges Projekt von FRESH INFO +++, das im Juni 2008 mit der Absicht gestartet ist, Qualitätsjournalismus unabhängig von einem großen Verlag kostenlos ins Internet zu bringen. Für die Themenschwerpunkte Web 2.0, Start-ups und Mobile Web sichtet die Redaktion täglich mehrere hundert Meldungen aus über 100 internationalen Quellen. Produkttests, eigene Videos und Deutschlands erster Nachrichtenkanal auf Twitter ergänzen das Repertoire. Freshzweinull erreicht derzeit mehr als 50.000 Leser monatlich.

Alexander Franz Köllner (aka ifranz), Gründer und Herausgeber von ifranz.tv, ist freiberuflicher Video- und Fotojournalist. Er produziert webgerechte Imagefilme und ist Spezialist für dokumentarische Fotoreportagen. Als Podcaster der ersten Stunde - ausgezeichnet mit dem Deutschen Podcast Award - gilt er als Vordenker in Sachen Web 2.0. Mit seinem umfassenden Fachwissen berät und unterstützt er Unternehmen bei der Entwicklung und Durchführung zeitgemäßer Onlinekommunikation.